Vorbereitung (2) Südamerika – Unterwegs mit "El Burrito"
 

Vorbereitung (2) Südamerika

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>>>Der Countdown läuft, noch einen Monat bis zur Abreise!<<<

Diese Woche Montag (17.09) haben wir „El Burrito“ in Bremerhaven abgegeben:

Ein wesentlicher Schritt ist nun geschafft und wir können ein wenig durchatmen. Aber bis dahin ist es doch noch ein wenig stressig geworden:

Die Reederei hat uns eine lange Liste mit Dingen geschickt, die wir im Wohnmobil mitnehmen können und auch eine Liste mit Dingen, die wir keinesfalls mitnehmen dürfen. Das bedeutet im Vorfeld strategisch zu packen und mit einzurechnen, was dann im Flieger mit genommen werden muss. Leider gab es immer noch ein paar Unklarheiten und daher waren wir gespannt, ob wir alles was wir so eingepackt hatten auch mitnehmen dürfen. Vor der Abgabe erfolgte noch eine „Besichtigung“ von mehreren Parteien.

Einmal wurde ein Spezialist der Reederei beauftragt, die „Gasfreiheit“ unseres Wohnmobils zu prüfen und zu zertifizieren. Er hat in 5 Minuten dann beide Gasflaschen einmal aufgedreht und genickt, als nix mehr gezischt hat! Dann hat er nochmal 3 Minuten gebraucht, um ein entsprechendes Formular auszufüllen! (Kosten 100€ für die Gasfreiheitszertifizierung!)

Dann kam der „Survey“, also eine Inspektion des Innenraums und aller Staufächer mit der Überprüfung, ob auch nur erlaubte Gegenstände im Wohnmobil mitfahren. Auch die Jungs waren in 5 Minuten fertig und unsere Sorgen bezüglich „Benzinkanister“ und „Kompressor“ haben sich als unbegründet herausgestellt.

Danach mussten wir „El Burrito“ im Hafengelände abgeben. Dafür musste ich mit einem „Frachtpapier“ in der Hand eine Schranke passieren und mich auf einem Parkplatz für LKW einfinden. Dort wurde ich dann abgeholt und wir sind zu einem eingezäunten Parkplatz gefahren, wo ich dann Abschied nehmen musste. Jetzt wurde noch ein Rundgang gemacht um ggf. bereits bestehende Schäden zu notieren und dann wurde ich wieder hinter die Schranke gebracht.

Das war´s, alles zusammen hat die Prozedur nicht mal eine Stunde gedauert! Wir waren richtig erleichtert.

Ab jetzt können wir die Fahrtroute des Schiffes mit diesem Link über die nächsten 30 Tage verfolgen.

Och neee!

Leider gibt es auch ein weinendes Auge, wenn wir an „El Burrito“ denken. Bei der letzten Inspektion wurde entdeckt, dass wir eine gerissene Manschette an einer Zwischenwelle vom Allrad haben. Trotz aller Bemühungen der Werkstatt und auch mit meinem Recherche Einsatz ist es nicht gelungen, das Ersatzteil rechtzeitig zu beschaffen. So mussten wir „El Burrito“ mit kaputter Manschette verschiffen. Am selben Abend ist dann das Teil in der Werkstatt angekommen (nach über einer Woche!). Weiterhin kann man die Manschette nicht einzeln wechseln, sondern es muss die ganze Welle ausgetauscht werden. Das kostet 785€ und nun müssen wir die Welle mit in den Flieger nehmen und in Kolumbien nach einer Werkstatt suchen, die das austauschen kann! Wir werden berichten, wie das ausgeht!

ccc

 

Was bisher geschah:

Wie plant man eigentlich eine derartige Reise, so dass am Ende alles noch ohne Panik hinhaut?

Sicher gibt es hier ganz unterschiedliche Methoden, die auch typabhängig variieren. Wir haben über das letzte Jahr einen groben Plan erstellt, was wir in welchem Quartal erledigen wollen. Dabei haben wir die Aufgaben unter uns aufgeteilt und versucht vom Aufwand her einigermaßen gleichmäßig zu verteilen. Naturgemäß ist es am Ende immer etwas hektischer weil noch „sooo viel“ auf dem Zettel ist, aber wir haben uns dann auch einmal vor Augen geführt, was wir schon alles erledigt haben!

Im Wesentlichen kann man sagen, dass die Vorbereitung sich auf folgende Bereiche gliedert:

  • Wohnmobil
    • „Ausbau“
    •  Ausrüstungsgegenstände
  • Gesundheit
    • Impfungen
    • Arztbesuche
    • Medikamente
  • Versicherungen
    • Transportversicherung
    • Krankenversicherung Ausland
    • Anwartschaft bestehende Krankenversicherung
  • Kleidung
    • für „outdoor“ und alle Jahreszeiten
  • Foto & Filmausrüstung
  • Organisatorisches
    • Testament, Patientenverfügung
    • Kontovollmachten
    • „Übergabe“ Haus an die Kinder
    • Geld
  • Reise und Routenplanung
  • Blog erzeugen und pflegen

Die meiste Zeit habe ich damit verbracht, das Wohnmobil soweit aufzurüsten und auszurüsten, dass wir uns darin für 6 Monate wohlfühlen und auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet sind (es passiert dann natürlich etwas, mit dem man nicht gerechnet hat).

Details der Einbauten und Ausrüstung:  Fahrzeug

Hier noch ein paar Eindrücks vom letzten Stand von „El Burrito“.

 

Wir haben bereits 3 längere Reisen mit „El Burrito“ unternommen (Schweden/Norwegen, Bodensee, Ostsee), so dass wir schon ein wenig einschätzen können, was gebraucht wird und was praktisch sein könnte. Aber das reicht nicht aus, denn die Randbedingungen sind in Südamerika doch ein wenig anders. Was also ist eine notwendige Ergänzung und was könnte man sich sparen? Um diese Frage zu beantworten habe ich viel Internet-Recherche betrieben, aber die besten Tipps bekommt man doch von Leuten, die bereits eine Südamerika Reise unternommen haben.

Und so haben wir Silke und Uwe kennengelernt, die auf eine Anfrage auf Ihrer Internetseite positiv geantwortet haben, was dann zu einem Besuch bei uns geführt hat (die beiden wohnen ganz in der Nähe). Der vorgeschlagene „Erfahrungsaustausch“ war zunächst sehr einseitig, bis sich herausgestellt hat, dass die beiden ein neues Expeditionsmobil ausbauen wollen. Dabei soll die Kabine in 3D geplant werden und hier konnte ich mich revanchieren! Mittlerweile treffen wir uns immer mal zu einem „Arbeitsabend“, um die neueste Planung in 3D umzusetzen, nicht ohne einen coolen Drink aus Südamerika! Die beiden sind leidenschaftliche Fotografen und haben hier ihre tolle Webseite. Danke Euch für die sehr wertvollen Tipps, insbesondere in Richtung Sicherheit, Energie, Ausrüstungsgegenstände und nicht zuletzt in Richtung Reiseroute, die ich definitiv noch überarbeite!

mehr Danke:

So eine Reise geht nicht ohne fremde Hilfe und wir sind allen dankbar, die uns bisher Mut gemacht haben und uns tatkräftig unterstützt haben. Insbesondere möchten wir uns bedanken bei:

  • Firma Ferrer in Börnsen: Hier wurde uns mit „El Burrito“ geholfen. Nicht nur Tüv und Inspektion, sondern auch besondere Anforderungen wie neue Reifen (mit neuer TÜV Abnahme), die Ersatzteilbeschaffung bei Dangel (Allradhersteller) oder eine Zusammenstellung von Ersatzteilen wurden mit großem Engagement angenommen und umgesetzt.
  • Seabridge, Frau Berger: Organisation der Verschiffung, (klaglose Beantwortung von ALLEN Fragen!)
  • Familie Günther von Togo Reisemobile: Hier haben wir „El Burrito“ erstanden und alle sind super hilfsbereit, wenn wir Frage oder Probleme haben!
  • Herr Beckhaus von Autoteam: Für den Ausbau des Dieselpartikelfilters und Ausprogrammierung der Motorsteuerung. Wir hoffen das bewährt sich in den Anden!
  • Norbert, Papa/Schwiegervater: Unermüdlicher Helfer beim Nähen und Basteln (Mückennetz, Einelgeborde, Sitzbezüge, Trennwand)
  • unseren Kindern: Sie unterstützen uns moralisch und mit Rat und Tat (z.B. Hausbewachung)

 


2 thoughts on “Vorbereitung (2) Südamerika”

  1. Andreas Schmidt sagt:

    Ihr Lieben,
    das ist ja ein ganz wunderbarer Blog, den ihr hier gebastelt habt.
    Brigitte und ich werden sicher oft auf dieser Seite sein und Eure Reise damit hautnah verfolgen.
    Zunächst aber wünschen wir eine gute Anreise und einen tollen Start in Cartagena.
    Alles Liebe
    Brigitte und Andreas

    1. Chrisadmin sagt:

      Hallo Brigitte und Andi,
      Danke,danke, wir werden uns um zeitnahe Berichterstattung bemühen!

      Grüße von Susi&Chris

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