Peru Zusammenfassung, 18.12.2018-18.01.2019 – Unterwegs mit "El Burrito"
 

Peru Zusammenfassung, 18.12.2018-18.01.2019

| Posted in Reisebericht

Zusammenfassung Peru: Land, Leute, Essen, Verkehr, Beonderheiten…

Land:

Peru ist viel, viel groesser als Equador. Das bemerken wir an den vielen Fahrtagen, wo wir versuchen die Distanz zwischen 2 Orten zu ueberwinden. Bereits am ersten Tag, an dem wir eigentlich an traumhaften Kuestenabschnitten entagfahren sind wir entsetzt ueber den Muell der ueberall rumliegt. Das scheint aber ein generelles gesellschaftlichhes Problem zu sein. Es gibt so gut wie keine oeffentlichen Muelleimer und die Leute schmeissen alles auf die Strasse. Der Hausmuell wird an der Strassenecke gesammelt, und bevor die Muellabfuhr kommt wird das von den Strassenhunden durchsucht  und zerpflueckt und der Wind traegt die Haelfte davon ueberall hin.

Peru hat schoene Staedte wie Arequipa und Cusco, tolle Gebirge wie die Cordilliera blanca und interessante Hochebenen wie hinter dem Colca Canon Richtung Cusco. Huacachino war eine interessante  einmalige Oase. Machu Picchu und der Titicacasee sind natuerlich die bekanntesten  Attraktionen in Peru.

 

Leute:

Die Leute sind grundsaetzlich nett und freundlich. In Peru sehen wir viel mehr Indigenas aus ganz unterschiedlichen Gruppen, als in Ecuador. Die indigenen Frauen tragen mit Selbstverstaendlichkeit bunte Roecke, Ponchos, bunte Tuecher fuer den Transport und auf jeden Fall einen Hut. Der Hut ist von Gegend zu Gegend unterschiedlich. Diese Tracht wird nicht etwa nur Sonntags getragen, nein wir sehen die Frauen auch auf dem Feld und beim Hueten der Schafe genau so! Auch juengere Frauen kleiden sich so, nicht alle aber manche!

Peru ist ein reiches Land, lassen wir uns belehren, ungeachtet der Muellprobleme. Keiner muss in Armut leben, der aeussere Schein truegt manchmal. Die Prioritaeten sind halt andere. Wenn man ein Auto fahren kann, dann lebe ich dafuer in einer Baustelle von Haus!

 

Essen:

Man bekommt so ziemlich alles in den Supermaerkten, Aufschnitt ist manchmal ein Problem. Wir sind in Peru einige Male richtig gut Essen gewesen, aber auch in normalen Restaurants am Strassenrand. Auch Chevice durfte nicht fehlen, auch wenn wir das als potentielle Quelle von Magenproblemen ausgemacht haben (Fischgericht aus rohem Fisch). In den Staedten kann man sowohl lokale Kueche geniessen, als auch Hamburger und Pizzas bekommen. Lokale Gerichte sind z.b. Chicarron, also gebackene panierte Fleich- oder Fischstuecke. Allgegenwaertig sind Huehnchengerichte! Dazu gibt es fast immer Reis und Pommes oder Kartoffeln oder Maniok. Gegrillte Forelle ist auch fast ueberall zu bekommen.

Da die Suedamerikaner auch zum Fruehstueck warm essen und ebenfalls Fleich mit Reis oder Mais, hatten wir es manchmal schwer einen geeigneten Belag fuer unser Brot zu ergattern. Als suesser Aufstich ist fuer mich „Dolce de Leche“ eine Offenbarung (Das „Suesse der Milch“, so in etwa wie bei uns Milchmaedchen, aber fester und mit ewas Schokogeschmack!).

Als Getraenke gibt es jede Menge Fruchtsaefte wie auch schon in Kolumbien und Ecuador. Bier ist auch in mehreren Varianten zu haben und nicht mehr ganz so teuer wie in Equador. Wein ist nicht gut zu bekommen, ausser als Import au Chile oder Argentinien. Pisco gibt es ueberall und in unzaehligen Varianten, natuerlich immer auch Pisco Sour. Ein fuer uns neues Getraenk nennt sich Chicha Morada und ist ein Erfrischungsgetraenk aus violettem Mais, ab jetzt unser Lieblingssaft.

 

Verkehr:

Was in Kolumbien die Motorraeder waren, sind hier die TuckTucks. In allen Farben und Formen, selbst mit festen Verkleidungen in kaelteren Gebieten kommen diese Universaltransportmittel vor. Sie sind dann auch ein wenig Teils des Verkehrschaos, was sich manchmal in Staedten enwickelt. Insgesamt aber entspannter als in Kolumbien. Die Peruaner sind stolz auf ihr Auto, je nach Gusto von alter Klapperkiste bis hin zum neuesten Toyota Hillux. Mir fallen etliche Kaefer und auch Bullis T2 hier auf, die noch als ganz normales Gefaehrt am Verkehr teilnehmen.

 

Besonderheiten:

Bruchbuden als Behausungen gelten als fertig, wenn es nicht mehr reinregnet. Rohe Mauerfassaden aus Lehmziegeln oder gebrannten roten Ziegeln sind an der Tageordnung und nicht etwa temporaer. Ausnahmen sind die Innenstaedte von Arequipa und Cusco. Weiter draussen ist es dann wieder genau so. Auch in den Hochlagen gibt es keine Isolierung und auch keine Ofeninstallationen. Wenn es wirklich kalt wird, dann wird ein Zimmer mit Gas (meist mit offener Flamme) geheizt.

Die Strassenverkaeufer sind nicht so zahlreich und aufdringlich wie in Kolumbien. Dabei gibt es diese bloeden Speedbumps ueberall!

An allen moeglichen und unmoeglichen Stellen muessen wir Strassenzoll bezahlen. Jedesmal nicht viel, aber e summiert sich.  Was uns aergert ist, dass wir manchmal als PKW abgerechnet werden und manchmal als Lastwagen – Diskussion zwecklos!

Poizeikontrollen gibt es hin und wieder, wir werden immer freundlich behandelt, nie abgezockt und meist einfach durchgeewinkt, ohne Papiere zeigen zu muessen.

Die Strassenhunde sind hier an der Tageordnung und deutlich mehr als noch in Equador. Sie sind weder aggressiv noch scheu, so dass wir manchmal durch lautes Hupen auf uns aufmerksam machen muessen.

Im Hochland koennen wir erstmals scheue Vicunias sehen (Andenkamelart neben Lama, Alpaca und Guanaco). Sie sind die kleinste der vier Arten und geben die feinste Wolle, damit dann auch die teuersten Kleindungsstuecke!

Erstmals sehen wir bei den Apotheken kreative Werbung:


2 thoughts on “Peru Zusammenfassung, 18.12.2018-18.01.2019”

  1. Hans Greimel sagt:

    Hallo!

    Ihr macht eine sehr interessannte Reise, die mich und meine Frau auch interessiert. Wir beschäftigen uns zur Zeit, genauso wie Ihr es getan habt, mit deer Frage welches Fahrzeug. Ich habe vorerst nur eine Frage: ist euer Fahrzug jetzt ein 4×4 oder nicht; es geht für mich nicht richtig aus der Beschreibung und den Fotos hervor.
    LG
    Grüße Hans Greimel aus Graz

    1. Chrisadmin sagt:

      Hallo Hans,
      Danke für deinen Kommentar, und schön wenn wir mit unserem Blog andere Reisende inspirieren können…
      Ja es ist ein 4×4! Und ich bin froh drum, denn ich habe das schon mehrfach gebraucht. Das bedeutet aber nicht, dass man Südamerika nur mit 4×4 bereisen kann! Sicher ist der Fiat 4×4 ein Exot, aber für uns der beste Kompromiss zwischen Offroader und Komfort, ohne gleich einen LKW fahren zu müssen.
      Wann geht es denn bei Euch los??
      Ggg. Steht unser Fahrzeug nach der Reise zum Verkauf…

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