Peru: Arequipa, Colca Canyon, Cusco 7.1.-13.1. – Unterwegs mit "El Burrito"
 

Peru: Arequipa, Colca Canyon, Cusco 7.1.-13.1.

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Was war noch gleich der Unterschied zwischen Lama, Alpaca, Vicunas und Guanacos?

07.01.2019 Montag/  Reisetag 79, Arequipa

Die Sonne scheint und wir sind wieder in kurzer Hose und T-Shirt unterwegs. Erst mal Fruehstuecken, denn wir haben kein Brot mehr gehabt. Quer durch die Stadt ziehen wir mit keinem bestimmten Ziel. Besichtigen hier mal eine Kirche, dann schauen wir wieder in etliche Laeden rein. Dann beorgen wir uns auf dem Markt noch Obst und koennen nicht an der Armada von Fruchtsaftverkaueferinnen vorbeigehen und trinken einen frisch Gemixten.

Nach mehrmaligem Fragen ergattern wir auch noch eine kleine Federwaage in einem Haushaltswarenladen. Nun koennen wir das Gewicht unserer Gasflaschen wiegen und besser einschaetzen, wann wir wieder Gas kaufen muessen. Ein schoenes Restaurant fuer morgen haben wir auch noch ausgeguckt, bevor wir wieder zum Camper laufen.

 

08.01.2019 Dienstag/  Reisetag 80, Arequipa

Wir geniessen das Ausschlafen und ein gemuetliches Fruehstueck, dann noch ein wenig Blog hochladen bevor wir in die Stadt gehen. Die Kathedrale wollen wir uns noch anschauen, die aber bis 17Uhr geschlossen hat! Auch Informationen ueber die Dakar morgen zu bekommen hat sich als unmoeglich herausgestellt. Weder das Iperu Infocenter noch die Polizei konnten detailierte Informationen geben, wo genau morgen die Dakar zu sehen ist. Teils wederspruechliche Informationen und unsinnige Behauptungen haben mich dann zu der Ueberzeugung gbracht, dass wir nicht weiter warten, oder auf blauen Dunst irgendwo hinfahren. Da muss die Dakar eben ohne uns auskommen!

In dem schoenen Restaurant ist am Nachmittag noch ein schoener Tisch fuer uns und wir haben sehr shr lecker gegessen. Ein schoene 3 Gaenge Menue, wobei wir uns den ersten Gang geteilt hatten! Ein schoener Abschluss meines Geburtstages, den wr ruhig und ohne Reiserei verbracht haben.

 

09.01.2019 Mittwoch/  Reisetag 81, Colca Canyon,

Alle Vorraete sind aufgefuellt, mit der neuen Waage einmal gecheckt, ob noch Gas in der Flasche ist ( ist es) und dann sind wir wieder unterwegs. Arequipa hat uns gefallen, nun geht es wieder in die Berge. Langsam aber stetig geht es bergauf, zunaechst auf der offizellen Verbindungsstrasse nach Cusco mit vielen LKWs. Nach einer Weile kommt eine Hochebene, die landschaftlich wieder anders ist, als alles andere. Hier sollen Vicunas zuhause sein, eine der Unterarten der Andenkamele. Lamas, Vicunas, Guanacos und Alpacas gibt es. Ich lerne noch die Unterschiede… Aber wir sehen mehrere von den grazielen Tieren, die sind naemlich die kleinsten der 4 Arten und recht scheu.

Die Strasse verzweigt sich dann und wir sind nun voellig allein, um in einer Art Hochebenenlandschaft immer weiter berauf zu fahren. Ohne eine einzige echte Spitzkehre erreichen wir den Pass auf 4800m Hoehe. Dort ist ein beeindruckender Aussichtspunkt, an dem auch inigendne Frauen ihre Strickwaren aus Alpaca Wolle vertreiben.

Auf dem Weg hinunter nach Chivay auf 3500m Hoehe ueberholen wir 2 Radfahrer! Respekt. Wir fragen noch, ob sie etwas brauchen, Wasser oder so, aber sie haben alles dabei!

Bei Chivay beginnt links der Canon, an dessen Seite sich die Strasse noch 24km bis zum Aussichtspunkt der Condore hinschlaengelt. Einige Doerfer werden noch passiert, dann sind wir wieder mal ganz allein auf dem Parkplatz, an dem sich vormittags etliche Touribusse und Leute tummeln. Wir entdecken sogar ein paar wenige Condore, die in der Schlucht rauf und runter gleiten. Es ist schon spaeter Nachmittag und wir fahren noch 2km weiter zu einem malerisch gelegenen Restaurant am Rand der Schlucht. Die Zufahrt war wieder einmal etwas kritisch, aber ich wusste ja, dass am Ende ein Parkplatz auf uns wartet. Wir stehen da allein, haben einen eigenen Ausblick ca 75m vom Parkplatz entfernt, da werden wir morgen nach Condoren Ausschau halten.

 

10.01.2019 Donnerstag/  Reisetag 82, Sicuani (Richtung Cusco)

Die Sonne weckt uns, denn es war so ruhig, dass wir uns wie fast einsam fuehlen. Auf dem Weg zur Dusche werden wir von den Alpakas und den Hunden begruesst und erhaschen den ersten Blick in den Canon. Die Kamera muss her, denn tief unten wabern die Wolken und werden von oben von der Sonne beschienen. Das Restaurant hat noch geschlossen, aber die Betreiberfamilie fruestuckt bereits und sie laden mich ein, den besten Blick vom Restaurant aus mit der Kamera einzufangen. Alle sind herzlich und um unser Wohlergehen bemueht.

Bei Fruehstuecken sinniere ich, dass ich wohl noch nie im Januar so braun gewesen bin, als ich an meinen Armen hinunterschaue. Die passende Antwort kommt prompt: „Du bist im Juli auch noch nie so braun gewesen!“

An diesem Platz fuehlen wir uns richtig wohl, muessen aber dann doch irgendwann losfahren.

Am Condor Aussichtsplatz tummeln sich nun hunterte Touristen und der Parkplatz, an dem wir gestern noch allein gestanden hatten ist voll mit Bussen. Auf den ersten Blick snd keine Condore zu sehen, aber wenn man mit etwas Geduld die Geend absucht, dann entdeckt man welche. Sie gleiten ohne einen Fluegelschlag auf und ab durch die Schlucht, manchmal ueber unseren Koepfen, manchmal tief unten im Canon. Und dies geschieht unentdeckt von der Touristenmeute, die nixhts anderens im Sinn hat, als das 100derste Selfie am Rand der Schlucht von sich zu machen! Wir entdecken noch weitere Condore, die sich im Strassenverlauf in der Ferne verlieren. Also fahren wir weiter und wollen spaeter noch einmal am Rand stehenbleiben, genauso machen wir es und koennen uns kaum sattsehen.

Bei bestem Sonnensschein durchfahren wir dieses zauberhafte Tal noch einmal und sind beeindruckt von der Schoenheit, verglichen mit den Kuestenabschnitten und haessliche Staedten, die wir in Peru bereits hinter uns gelassen haben.

Am Talausgang fuert dann eine Strasse gen Norden, wo wir nun in Richtung Cusco abbiegen. Fast unbemerkt schlaengelt sich die unbegfestigte Piste weiter ein Tal hinauf, wieder mit anderen Ausblicken und interessanter Vegetation und ein wenig Agrarwirtschaft. Dann wird es doch ein wenig steiler, aber immer noch gut fahrbar und wir sind wieder mal in einer Hochebene voellig allein. Naja sind ja auch mal wieder 4800m, als es dann wieder ein wenig bergab geht. Irgendwann stossen wir auf eine sehr gut ausgebaute Strasse und koennen hoch oben auf ueber 4000m eltiche km geradeaus fahren! Dann aendert sich das Wetter und wir geraten in eine Regenfront, die sich teileweise als Schnee herausstellt. Leider nicht stark genug, um den voellig eingestaubten El Burrito ein wenig zu saeubern. Recht muede erreichen wir im Regen die Stadt Sicuani, wo wir im Hof eines Hotels Unterschlupf finden. Man gibt uns einen Zimmerschluessel, damit wir Duche und WC haben, aber erstmal essen wir ein Steak im Restaurant!!!

 

11.01.2019 Freitag/  Reisetag 83, Sicuani  Cusco

Ohne weitere Probleme erreichen wir bei schoenem Wetter Cusco. Nachdem wir uns oberhalb der historischen Altstadt auf dem Campingplatz eingerichtet haben, laufen wir runter nach Cusco. Die Altstadt liegt unten im Tal und ueber die Jahrhunderte habt die immer weiter wachsende Stadt alle umliegenden Berghaenge ebenfalls erobert. Nach 20 min stehen wir auf dem zentralen Platz und bewundern 2 Kirchen, die an je einer Seite des Platzes angrenzen. Das ist bisher einzigartig in Peru und Suedamerika. Bevor wir uns mit den Kirchen weiter beschaeftigen, wollen wir die Reise nach Macchu Picchu buchen. Wahllos gehen wir in eins der hunterten Reiseagenturen und lassen uns ein erstes Angebot machen. Der „Supersonderpreis“ gilt nur gegen Cash, was fuer uns erst mal ein Argument ist, um erst einmal Geld abheben zu muessen. Um ein Gefuehl fuer das Angebot zu bekommen, wiederholen wir die Prozedur noch 3 Mal. Am Ende entscheiden wir uns fuer ein Angebot, was uns nur fuer einen Tag von Cusco nach Macchu Picchu und wieder zurueck bringt. Dadurch koennen wir El Burrito einfach auf dem Campingplatz stehen lassen, ohne selbst noch hin und herfahren zu muessen.

Danach goennn wir uns einen Capuchino und einen Schokomuffin! Dann schlendern wir einfach durch die Gassen und versuchen ein Gefuehl fuer die Stadt zu bekommen. Der erste Eindruck ist seh gut. Die Altstadt und die angrenzenden Strassenzuege sind allesamt renoviert, es gibt keine haesslichen Bauruninen und auch keine Dreck. Klar das ueberall Strassenverkaefre ihre Ware an die Touristen bringen wollen. Hier sind es meist selbst  gemalte Bilder, Angebote fuer eine Massage und auch das Fotografieren von Indigenas die in voller Tracht ein Baby-Alpaca im Arm haben (und dafuer Geld wollen).

Der Reisefuehrer empfiehlt ein Restaurant unter deutscher Leitung und bald darauf sitzen wir in bei Heidi. Die Namensgberin weilt nicht mehr unter uns, aber ihr Mann bedient uns und da wir fast die einzigen Gaeste sind, kommen wir ins Gespraech. Er lebt seit 40 Jahren in Peru, da kann man ja mal ein paar Fragen loswerden. Gesaettigt und aufgeschlaut verlassen wir das Restaurant mit dem festen Vorsatz morgen wieder hier zu essen und einige der anderen Leckereien der Karte zu testen. Das Essen war einfach super!

Als Verdauungsspaziergang gehen wir den Weg bis zum Campingplatz wieder nach oben. In einer der steilen Gassen linse ich in eine Reiseagentur und sehe an der Wand ein paar Golfschlaeger stehen. Als ich meinen Kopf zur Tuer reinstecke werde ich vom Betreiber herzlich begruesst und ich kann nicht anders als ihn nach den Golschlaegern zu fragen. Eigentlich spielt er kein Golf, hat aber ein kleines Putting Green in seinem Buero und wir muessen das sofort ausprobieren. Er ist Techno DJ und hat schon die Welt bereist, daher die Reiseagentur und Putten ist nur zur Entspannung. Wir lachen herzlich und er laed uns zu seinem naechten Gig in Cusco morgen abend ein! Ach ja und Golfplaetze gibt es in Cusco und Umgebung nicht!

 

12.01.2019 Samstag/  Reisetag 84, Cusco

Bevor wir in die Stadt runtergehen muessen wir uns auf dem Campingplatz noch einen neuen Platz aussuchen, denn da wo wir stehen laueft nach Regen das Wasser zusammen. Mili, die Betreiberin erzaehlt, dass sie nach starken Regenfaellen schon mal einen Catapilar zu Hilfe holen musten, um einen Camper wieder zu befreien. Ich fahre dort weg und hinterlasse schon tiefe Rillen. Hoffentlich eignet sich unser neuer Ort etwas besser!

Heut sind in Cusco die Kirchen dran, von denen es eine Menge gibt. Leider wurden diese al Geldeinnahmequelle entdeckt und jede Kirche kostet Eintritt.  Am Hauptplatz befinden sich ja schon zwie und wir fangen mit der Kathedrale an. Die Kirche hat etliche Nebenaltare, die alle im Barockstil geschnitzt und dann mit Blattgold verzeirt wurden. Sehr ueberladen, insbesondere mit den Figuren, die nicht etwa auch geschnitzt wurden sondern eher wie Puppen aus Porzelan wirken und dann echte Kleider anhaben und „echte“ Haare haben. Fuer uns passt das nicht so recht. Auch der ueber und ueber mit Silber verkleidete Hauptaltar ist fuer uns nicht so ansprechend. Aber ist halt schon einige Hundert Jahe alt und war wohl damals cool. Bemerkenswert sind ueber 300 teils sehr grosse Gemaelde aus dem 17ten und 18ten Jahrhundert. Fast alle stammen sogar aus Cusco. Bis heute wird in der Sakristei von jedem Bischof von Cusco ein Gemaelde aufgehaengt. Es sind 40 und der letzte Bischof lebt noch! Interessant ist, dass die 20 m hohe Sakistei fuer die Touristen zugaenglich ist, wenn gerade keine Messfeier stattfindet.  Besonders it noch das Chorgestuehl mit enormen Schnitzereien im hinteren Bereich der Kathedrale. Insgesamt kommt sie sehr wuchtig daher mit sehr massiven Saeulen und je 2 Kirchenschiffen zu jeder Seite.

Das muessen wir erst einmal verdauen, bevor die naechste Kirche drankommt und wir suchen eine Baeckerei auf, die uns von Milli empfohlen wurde. Tatsaechlich lecken wir uns die Fingrer nach den Croissants, Rosinenschnecken und Schokobroetchen! Brot ist wa ueberall billig, aber eben auch nicht so gut. Daher tut es so gut mal wieder bei einem guten Baecker einkaufen zu koennen.

Zuruck am Hauptplatz kommt die Kirche  La Compania de Jesus, angeblich die imposanteste Kirche in Peru. So wollten die Jesuiten. Der Pabst erlaubte das aber nicht, bis das Verbot aber wieder in Cusco gehoert wurde ,war die Kirche fast fertig. Sie wurde auf den Ueberresten des Inkapalastes des Inkaherrshers Kapak errichtet und ist tataechlich die schoenste Kirche in Cusco. Auch uns spricht sie mehr an als die Kathedrale, aber auch hier die sind die Seitenaltaere im Barockstil oder auch Rokkoko und komplett mit Blattgold ueberzogen, was dann doch ueberladen wirkt. Imposant stellt sich der geschnitzte Hauptaltar dar, der mit 21m Hoehe und 12m Breite der groeste seiner Art in Peru. Es dauert eine Weile, bis man die ganzen Ebenen mit den Figuren erfasst hat. Jede geschnitzte Saeule ist an sich ein Kunstwerk und hier gibt es sehr viele davon.

Leider ist Fotografieren in den Kirchen ueberall verboten!

Wieder ist Heidis Restaurant eine Offenbarung!

Danach schleppen wir uns traege den Berg hoch zum Campingplatz, ein wenig Training muss sein!

 

13.01.2019 Sonntag/  Reisetag 85, Cusco

Heute wird mal richtig ausgeschlafen und langsam in den Tag gestartet, denn morgen steht uns ein langer Tag bevor (Tagesreise nach Machu Picchu).

In Cusco lassen wir uns treiben und erleben eine bunte und froehliche Prozession auf dem Hauptplatz.

Danach streifen wir durch die Gassen und gelangen auf den Sonntagsmarkt der Einheimischen, was fuer ein buntes Treiben. Aber hier kann man eben guenstig einkaufen und wir brauchen noch ein paar Kleinigkeiten fuer die naechsten Tage.

Spaeter landen wir (zufaellig) im gleichnamigen Restaurant wie schon zu meinem Geburtstag in Arequipa und essen hervorragend (heute mal Fleisch: Burger und Steak).

Danach schleppen wir uns wieder mal traege den Berg hoch!


1 thought on “Peru: Arequipa, Colca Canyon, Cusco 7.1.-13.1.”

  1. Friedrich Schildt sagt:

    Hallo Ihr Zwei, ich habe gerade einen Kommentar abgeschickt, aber ich weiß nicht ob er wiklich abgeschickt wurde.
    Icch versuche es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal.

    Weiterhin eine gute Reise und bleibt gesund.
    Liebe Grüße Fiete

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