Chile: Val Paraiso und die Seenlandschaft, 18.2.-24.2. – Unterwegs mit "El Burrito"
 

Chile: Val Paraiso und die Seenlandschaft, 18.2.-24.2.

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Val Paraiso und der kleine Sueden von Chile…

18.02.2019 Montag/  Reisetag 121, Val Paraiso

Am gestrigen Abend und heute morgen sind die meisten anderen Gaeste abgereist, so dass wir fast allein sind, als wir zum Duschen gehen.  Irgendwie komisch wenn man bedenkt, dass es eine Volksfest aehnliche Situation war, als wir angekommen sind.

Val Paraiso zeigt uns erst mal die kalte Schulter in Ermangelung entsprechender Parkmoeglichkeiten, irgendwann finden wir einen bewachten Parkplatz, bei dem das Tor hoch genug ist, dass wir durchpassen!

Die ersten Strassenzuege und Parks reissen uns nicht vom Hocker, aber sobald wir die steilen Gassen am Hang hinauflaufen aendert sich das. Wir sind in einem Freilichtmuseum, jede freie Flaeche und auch ganze Hauserfassaden sind mit meist aufwendigen Gemaelden oder Grafitis bemalt. Es gibt Kaffees und Kunsthandwerk an jeder Ecke. Die fuer Val Paraiso typschen Aufzuege verpassen wir erst mal  und entdecken in diesem Viertel erst die Bergstation! Noch ein wenig weiter den Hang hoch gehen wir in einem Restaurant mit Blick ueber die Stadt essen. Diese Reisefuehrerempfehlung war eine glatte Eins, wir hatten ein Fischgericht allererster Guete!

Danach schlendern wir wieder den Huegel hinab, dann wenden wir uns nach links um den naechsten in Angriff zu nehmen. Wieder sind wir von den steilen Gassen fasziniert, ein wenig hoeher angereichert mit etlichen Kaffees, Eidielen und Hotels mit eigenwilligen Dekorationen. Die vielen anderen Touristen zeigen uns, dass wir hier an einem der bekannten Ecken unterwegs sind. Wenig spaeter entdeckenn wir einen der Aufzuege, wieder mal die Bergstation. Aber einmal mitfahren ist Pflicht und die Schlange nach unten ist deutlch kuerzer! Man fuehlt sich versetzt in das letzte oder vorletzte Jahrhundert, als die Kabine sich ratternd in Bewegung setzt.

Ganz untypisch fuer suedamerikanishce Staedte hat Val Paraiso im oberen Bereich der Huegel kein schachbrettartiges Strassenmuster, sondern die Gassen winden sich die Huegel hinauf und hinunter. Die meist renovierten oder auch neu gebauten Haeuser sind nett anzusehen, was fuer eine Abwechslung zu peruanischen Staedten…

Erst nach 5 Stunden loesen wir El Burrito wieder beim Parplatz aus und fahren in steilen Gassen wieder aus der Stadt. In einem Nachbartal (Laguna verde) finden wir einen kleinen Campingplatz, der fuer eine Nacht ganz ok ist (Abgerockt, aber immerhin sauber).

 

19.02.2019 Dienstag/  Reisetag 122, Ruta del Sol, San Antonio

Da wir uns im Speckguertel von Santiago befinden, gibt es hier in der Gegend noch einige Golfplaetze. Einer davon ist in der naechsten Bucht gelegen, die aber schwer zu erreichen ist. Als ein direkter Versuch in einer steilen Sandpiste endet, muessen wir umdrehen und fahren doch lieber aussen herum.  Die Bucht ist malerisch, der Platz heisst Santa Augasta (!) und wir werden am Pfoertner abgewiesen. Hier haben sie eine interesssante Begruendung: Im Sommer werden nur Mitglieder zugelassen, ausserhalb der Saison (am Maerz) koennen auch wieder Gaeste auf dem Platz spielen!

Wir drehen um und fahren nun an der Kuestenstrasse weiter gen Sueden. Das ist anstrengend, weil es in engen Windungen rauf und runter geht und dann in den Badeorten zu Stauungen kommt. So benoetigen wir doch einige Stunden, um die paar Kilometer bis San Antonio zu bewaeltigen. Aber die Strecke ist schoen, die Badeorte und Straende sind belebt, es ist ein wenig wie Timmendorf im Sommer!

Beim zweiten Golfplatz in San Antonio werden wir nicht abgewiesen und duerfen auf das parkaehnliche riesige Gelaende mit El Burrito rollen. Der Parkplatz ist gut gefuellt, an einem Dienstag Nachmittag! Zunaechst werden wir in US Dollar abkassiert, mit 120$ ein stolzer Preis! Ganz anders als in Argentinien praesentieren sich die Chilenen hier selbtbewusst und in grossen Mengen als wohlhabend. Das sieht man schon an den Autos. Auf dem Gelaende ist richtig was los, insbesondere sehen wir Jugendtraining. Aber der Platz hat 36 Loecher, so verlaufen sich alle Spielwuetigen und wir haben unsere Ruhe beim Spielen. Der Platz ist ein einziges Parkgelaende mit alten und grossen Baeumen, gepflegten Fairways und Gruens, lang aber nicht schwer. Eine willkommene Abwechslung zur Fahrerei!

Das war es wohl dann mit Golfen, suedlich von hier wird es ganz duenn mit Plaetzen!

Am Rand des Nobelviertels, unten an der Standpromeade bleiben wir ueber Nacht stehen, denn von 20Uhr bis 10Uhr morgens werden keine Parkgebueren erhoben!

 

20.02.2019 Mittwoch/  Reisetag 123, Salta del Laja

Grau und truebe begruesst uns der Morgen. Wie so typisch gibt es hier in der Gegend Nebel am morgen, der sich dann spaeter verzieht und einem schoenen Sommertag weicht. Zunaechst einmal haelt uns nichts an diesem kalten und feutchten Ort, obwohl wir die Nacht mit Wellenrauschen im Hintergrund verbracht haben und direkt am Meer stehen. Es geht auf die Autobahn und dann wollen wir heute mal ein paar Kilometer machen. Das gelingt auch und rund 400km spaeter sind wir bei den Wasserfaellen von Laja angekommen. Die Faelle sind noch von hunderten Leuten belagert, so dass wir beschliessen, dass morgen zu machen. Der Campingplatz erweist sich als Oase und wir geniessen die Ruhe und den Schatten in unserer Parzelle, denn es sind um 17Uhr immer noch 30 Grad! (Kein Nebel, sehr sonnig).

 

21.02.2019 Donnerstag/  Reisetag 124, Villarica, Pucon

Der Morgen begueest uns heute freundlicher und wir holen die Besichtigung der Wasserfaelle heute morgen nach. Es sind zwar nicht die Niagarafaelle, aber doch ganz nett anzusehen.

Das Ziel heute ist Pucon, ein Ferienort an einem See. Da es dort recht voll sein wird, haben wir nicht vor, im Ort zu uebernachten. Als wir dort ankommen, mit Zwischenstopp am See einen Ort vor Pucon (deutsche Baeckerei „Rostock“ mit Schwarzbrot!!) regnet es zunaechst, aber dennoch ist am Strand allerhand los. Wir ziehen durch die Gassen und am Strand entlang und geniessen etwas  von der „Sommerfrische“ Gaeste!

Wir fahren weiter und bleiben beim Landhaus San Sebastian stehen und fragen nach Abendessen und Uebernachtung. Seit 22 Jahren sind hier 2 Deutsche dabei ein Landhotel mit exzellenter Kueche zu fuehren und obwohl wir nicht zu den Hausgaesten zaehlen, sind wir zum Abendessen herzlich eingeladen und duerfen auch auf dem Parkplatz uebernachten. Da es sich nicht um ein klassisches Restaurant handlt, werden wir um 20Uhr zu Tisch gebeten, gerade noch Zeit genug, um ein Nickerchen zu machen.

Selten genug passiert es, dass ich dann in guter Hose und Hemd zum Essen gehe. Zusammen mit einem anderen deutschen Paar sind wir die einzigen Gaeste und wir werden kuliarisch verwoehnt. Ein drei Gaenge Menue wird uns von einem umsichtigen Kellner kredenzt und alles schmeckt hervorragend (Rinderlende an Polenta und frischen Gemuese als Hauptgang).

Zwischen den Gaengen haben wir Gelegenheit mit den anderen Geesten und dem Hausherren ueber Reiseerlebnisse zu plaudern.

 

22.02.2019 Freitag/  Reisetag 125, Los Lagos

Nach einer sehr ruhigen Nacht folgen wir der Einladung von Andreas und geniessen das Fruehstucksbuffet. Endlich mal sich auch morgens bedienen lassen, das tut gut.

Als erstes besuchen wir noch die nahegelegenen Wasserfaelle Los Ojos.

Dann wollen wir in einer Therme mit warmen Becken relaxen, was fast daran scheitert, dass wir die Therme nicht finden. Es gibt so viele hier in der Gegend, alle haben ein volles SPA Programm dabei, aber wir wollten eine Therme ohne Schnickschnack! Dann lohnt es sich aber doch, denn das Wetter spielt mit und wir geniessen die Baeder aus Natursteinen und den Sonnenschein.

Mittags erst verlassen wir die Gegend und fahren durch liebliche Landschaft, an mehreren anderen Seen vorbei, wieder in Richtung Sueden. Bei Los Lagos finden wir einen schonen Platz auf dem Waldcampingplatz eines Schweitzers mit Blick auf ein Tal mit Flusslauf, wirklich schoen!

23.02.2019 Samstag/  Reisetag 126, Puerto Montt, Puerto Octay

Nachdem wir nun mehrfach versucht haben, die Faehre von Chiloe nach Chaiten online zu buchen, fahren wir heute schnurstracks zum Hafenbuero in Puerto Montt, demit wir das vor Ort erledigen koennen. Die besagte Fahre faehrt nur 2x in der Woche und man soll rechtzeitig vorbuchen!

Wir kommen rechtzeitig in Puerto Montt an, finden erst keinen Parkplatz, dann ist das Hafenbuero kaum zu finden und als wir bei der Adresse endlich sind, steht aud einem Zettel, dass die umgezogen sind. Diese adrese finden wir dann auch…leider 20 min zu spaet, das Buro hat Samstags nur vormittags geoffnet. Die Enttaeuschung sitzt tief und wir erholen und nur langsam bei einem leckeren Fischmenue in einem typischen Restaurant.

Der naechste Online Versuch scheitert auch, selbst mit Hilfe von Chilenen, die auch nicht wissen, was wir hier wohl falsch machen bei den Eingaben. Also lautet der Beshluss, einen netten Campingplatz in der Naehe zu finden und bis Montag zu warten!

Es dauert etwas, aber nachdem wir am Ufer des Lago Llangquihu an herrlicher Landschaft mit Rinderfarmen und alten Herrenhaueser vorbeigefahren sind, findenr wir in Puerto Octay -direkt am See- einen ruhigen Campingplatz (man bedenke, es ist Wochenende und wir haben keine Lust auf Party und Remmi Demmi die halbe Nacht!).

Neben uns steht ein Berliner, der von Suden kommt und schon die letzten 10 Jahre die Welt allein mit seinem Auto bereist! Das ist auch speziell, wir koennten das nicht!

 

24.02.2019 Sonntag/  Reisetag 127, Salta del Laja

Nach dem Ausschlafen und dem gmuetlichen Fruehstueck schauen wir uns im Ort einmal um und landen bei der Besichtigung dere alten Holzkirche direkt im sonttaeglichen Gottesdienst, was fuer ein Erlebnis!

Dann auf der Plaza ein paar Empanadas eingeworfen und fuer spaeter noch etwas Kuchen gekauft, schon ist der Tag gerettet. Es ist frisch, aber die Sonne scheint, also genau so wie wir es uns nun wuenschen! Ein sonniger Nachmittag am Wasser im Liegestuhl, toll.


2 thoughts on “Chile: Val Paraiso und die Seenlandschaft, 18.2.-24.2.”

  1. Andreas Schmidt sagt:

    Moin Ihr beiden,
    nun bin ich endlich mal wieder dazu gekommen, die letzten Reiseberichte zu lesen und nun a jour zu sein. Das klingt ja nach wie vor spannend und beschreibt unglaublich vielschichtige Erlebnisse. Wirklich toll. Nach einem Konzertbesuch gestern Abend im Mehr!Theater ist bei uns heute nur Chillen angesagt und natürlich die Vorfreude auf die nächste Arbeitswoche. 😉
    Liebe Grüße
    Andi

    1. Chrisadmin sagt:

      Hi Andi,
      schoen von Euch zu hoeren…was habt ihr denn im Mehr!Theather fuer ein Konzert erlebt?
      Schon wieder ist eine Woche um und wir nutzen den regnerischen Tag fuer eine Fahrpause und ich habe soeben den Bericht fuer diese Woche hochgeladen…
      So langsam machen wir schon wieder Plaene fuer zu Hause…unglaublich aber wir freuen uns schon!

      Gruesse aus Patagonien
      Chris

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