Chile&Argentinien, Patagonien: Monte Fitz Roy, Perrito Moreno, Torres del Paine- 11.3.-16.3. – Unterwegs mit "El Burrito", "ElFriede"
 

Chile&Argentinien, Patagonien: Monte Fitz Roy, Perrito Moreno, Torres del Paine- 11.3.-16.3.

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Drei Patagonien Highlights in einer Woche…

11.03.2019 Montag/  Reisetag 142, El Chalten, Monte Fitz Roy

Der Wind blaest die ganze Nacht in verschiedener Straerke und ruettlet an El Burrito. Wieder erwartet uns ein sonniger Tag und da wir heute viel fahren wollen, kommen wir schon gegen 9Uhr los. Die Sandpiste mit ihren sehr unterschiedlichen Beschaffenheit ist nervtoetend. Mal kann man locher 70 fahren, dann ist das Wellblech so derbe, dass nur noch 20 kmh moeglich sind, sonst hat man dass Gefuehl, dass sich das Auto innerhalb von Minuten in seine Einzelteile zerlegt. Nach scheinbar endlocsen 75km erreichen wir endlich die Ruta40 und Asphalt! Die Landschaft ist eintoenig, nur Pampa mit wenig Bewuchs und Zaeunen links und rechts soweit das Auge reicht. Aber wir sehen ein paar Tiere. Fast ueberall sind am Strassenrand Guanakos zu sehen. Seltener aber nur hier sehen wir eine kleine Straussenart. Dann gibt es auch noch Fuechse und Guerteltiere, die sich direkt auf der Strasse befinden, bis wir heranrauschen und sie aufscheuchen.

Mit einem Hoehrbuch lassen sich die Kilometer besser abspulen. Mittagspause machen wir in einer kleinen Stadt, die eine Tankstelle hat, wo wir mit Kreditkarte zahlen koennen. Wir versuchen in der einzugen Bank Geld abzuheben, leider ohne Erfolg! (Erstmalig auch mit Androhung von Gebuehren hat es nicht funktioniert)

Wir erfragen noch ein Restaurant, was Keditkarten nimmt und essen eine leckere Pizza.

Weiter geht es auf der Ruta40, die dann auch noch einmal 72km ohne Aspahlt ist, was sich aber ganz gut fahren lies. Dann endlich sehen wir das Bergmassiv vom Monte Fitz Roy erstmalig und wir sind Sage und Schreibe noch 90km entfernt! Fast eineinhalb Stunden fahren wir auf den Berg zu, machen hin und wieder eine Fotopause und erreichen El Chalten nach 20Uhr kurz vor Sonnenuntergang. Dieses rieseige Bermassiv erhebt sich 3400m aus einer Ebene, die wir fast 100km entlang gefahren sind (nur ca.300m hoch!!)

Mit rekordverdaechtgen 575km sind wir heute echt weit gkommen!

 

12.03.2019 Dienstag/  Reisetag 143, El Calten, Monte Fitz Roy

Der Morgen ist kalt und schoen, ich beginne den Tag direkt mit ein paar Fotos vom Fitz Roy! Nach der Konsultation der Parkinformation haben wir eine Empfehlung fuer eine Wanderung, die wir dann auch gleich in Angriff nehmen.

Besonders ist heute, dass es windstill ist und die Sonne scheint, hier eine absolut seltene Kombination (was auch ueblicherweise den Bergsteigern das Leben schwer macht).

Hier merkt man aber schon, das dies hier ein touristisches Highlight ist, denn mit uns starten etliche andere Wanderlustige. Schon vom Parkplazt sah der Berg zum greifen nahe aus, aber der Wanderweg geht noch 10km auf den Berg zu und dann ist man immer noch nicht da. Durch Wald und Sumpflandschaft schlaengelt sich der Weg, bis wir Zwischenstopp an einer Lagune machen, schoenes Motiv mit dem Wasser und den Bergen. Weiter geht es immer das Bergmassiv im Blick, bis wir bei Km 8 keine Lust mehr haben und Pause machen. Zudem hat sich das Wetter geaendert und Wolken sind am sonst blauen Himmel. Die ein oder andere Wolke fliegt unterhalb des Gipfels vorbei und das ergibt auch ein interessantes Motiv.

Zuegig laufen wir den Weg wieder zurueck und sind froh ueber einen Campingplatz der direkt im Ort erscheint…mit beheizten Badezimmern, wieder mal eine Premiere.

Heute erfahren wir, dass das Schiff, auf dem wir gebucht waren fuer die Rueckfahrt gestern in der Biskaja nach einem Brand gesunken ist. Wir sind so geschockt und koennen nicht begreifen, wie so etwas heute noch passieren kann. Mal abgesehen von den geplatzten Suedamerika Traeumen von den Reisenden, die ihren Camper dort an Bord hatten, muessen wir uns um ein anderes Schiff, also anderes Datum bemuehen. Da wir eh schon einen engen Fahrplan haben, wird es noch schwieriger, wenn wir ein Schiff eher nehmen, aber was bleibt uns denn??

13.03.2019 Mittwoch/  Reisetag 144,  Calafate

Wolkenverhangen und kalt begruest uns dieser Tag, was fuer ein Glueck hatten wir gestern mit der Wanderung! Nochmals halte ich beim Infocenter und mache das gleiche Foto wie gestern, nur ist heute KEIN Berg zu sehen!

Dann machen wir uns auf den Weg zurueck durch die Ebene am See vorbei und dann in Richtung Sueden, wo Calafate dann immer schon ausgeschildert ist. Das truebe Wetter haelt an und es regnet hin und wieder, auch als wir in Calafate den ersten Rundgang machen. In einer deutschen Baeckerei gehen wir Kaffee trinken und essen Apfelstrudel! Fuer spaeter nehmen wir noch leckere Franzbroetchen mit.

Wir verbringen den Nachmittag mit Bummeln, gehen essen und besuchen dann noch das sehr interessante Gletschermuseum am Ortsausgang. Wir wollen moeglichst nahe am Nationalpark uebernachten, damit der Weg morgen nicht so lang ist. Leider duerfen wir am Parkplatz des Eingangs nicht stehen bleiben, aber ioverlander kennt einige Optionen und wir landen bei einem Waeldchen abseits der Strasse, was auch schon von anderen Campern genutzt wird. Wir steigen nicht mal mehr aus, einfach nur Schotten dicht und ab in die Koje (einen Film schauen!).

Anmerkung zur Verschiffung: Der Termin am 1.4. wurde bestaetigt, dann werden wir in Montevideo unseren El Burrito abgeben.

14.03.2019 Donnerstag/  Reisetag 145, El Calafate, Nationalpark Perito Moreno

Zeitig verlassen wir unseren geschuetzten Uebernachtungsplatz und machen uns bei bestem Wetter  auf in den Park. Die Eingangformalitaeten sind schnell erledigt und wir kommen so zeitig, dass wir einen guten Parkplatz ergattern und die erste Stunde mit nur wenigen anderne Touristen die Stege teilen muessen. Dafuer bietet sich ein besonderes Naturschauspiel in Form von Gletscherabbruechen. Diese riesige Gletscherfront, die nun direkt vor uns liegt hat ein gigantisches Aussmass. Die Tuerme und Zacken vor uns sind bis zu 60m hoch, was definitiv nicht danach aussieht. Man merkt es erst, wenn einer dieser Tuerme abbricht und ins Wasser stuerzt. Das sieht in Echtzeit so aus wie in Zeitlupe und macht ein ohrenbetauebendes Getoese. Wir haben das Glueck, dass wir einige dieser Momente auf Film und Foto festhalten koennen. Wir bleiben langen an den verschiedenen Ballustraden stehen, fasziniert von dieser Urgewalt und den quasi m Minutentakt abbrechenden Eiswaenden.

Dann entschliessen wir uns noch ein Boot zu nehmen, um auch von der Wasserseite aus die Gletscherwand nochmals zu erleben. Wir gehen die Stege entlang bis zu dem kleinen Hafen, an dem schon das Ausflugsboot wieder festgemacht hat. Flugs besorge ich noch die Tickets und 10min spaeter sind wir auf dem naechsten Toern. Kurz nach dem Ablegen finden sich alle auf dem Oberdeck wieder und die Kameras klicken im Sekundentakt. Da ich antizipiere, dass das Boot eine kleine Schleife fahren wird, stelle ich mich schon auf die andere Seite. Wenig spaeter geht dann das Gedraengel um die besten Plaetze los. Ich stehe ja gut, aber muss jeden Zentimeter gegen Japaner veteidigen, die auch kein Problem haben mit Koerperkontakt, um zu ihrem Foto oder Selfie zu kommen. Das ist sehr unangenehm und faellt auch anderen Mitreisenden negativ auf. Ich bleibe demonstrativ dort stehen, nur um zu schauen, denn meine Bilder haben ich bereits gemacht, geniessen kann ich aber nicht mehr. Dennoch ist der Anblick auf die Eiswand von hier aus sehr beeindruckend. Wir fahren die 4km Front bis zum andernen Ufer ab, einfach Wahnsinn. Hier ist der Gletscher nicht so aktiv wie auf der anderen Seite, daher traut sich der Kaptain auch etwas naeher heran.

Nach der Bootstour gehen wir die Stege wieder hinauf zum Parkplatz und schauen immer noch gebannt auf das Eis. Jetzt am Nachmittag faellt keine Eis mehr vom Gletscher ab, da haben wir heute morgen ja richtig was erlebt.

Zur Feier des Tages gehen wir am Abend in Calafate richtig nett essen. Heute futtern wir Lamm vom Grill. Dieser Grill wird im Restaurant hinter einer Glaswand ausgestellt und ist so gross, dass 4 Lammer gleichzeitig darauf gegrillt werden koennen. Dazu ein Malbec von Colome, einfach herrlich.

 

15.03.2019 Freitag/  Reisetag 145, NP Torres del Paine

Heute ist Fahrtag bis zum Nationalpark Torres del Paine. Da dieser in Chile liegt, muessen wir noch einmal ueber de Grenze. Im Gegensatz zu den 60km Schotterpiste geht der Grenzuebergang wie geschmiert. Und auch gut, dass unsere verbotenen versteckten Lebensmittel nicht gefunden wurden. Dann nochmal einige Kilometer bis zum Nationalpark, dann haben wir heute etwa 300km abgerissen. Da es noch frueh am Nachmittag ist und morgen das Wetter schlecht werden soll, besuchen wir im Park noch ein Wasserfall und eine Lagune. An der Lagune koennen wir die Torres wunderbar sehen. Dazu gesellt sich noch ein Gunanaco und sorgt fuer den passenden Vordergrund, echt cool. Nur am Parkeingang duefen wir ueber Nacht stehenbleiben, was ohne weitere Infrastuktur wie wild campen ist!

 

16.03.2019 Samsatag/  Reisetag 146, NP Torres del Paine, Puerto Natales

Wie erwartet beginnt der Tag heute regnerisch und die Sicht auf die Torres ist defacto nicht vorhanden. Wir beschliessen einfach die Wege mit El Burrito abzufahren, an den Aussichtspunkten mal anzuhalten, aber auf Wandeungen zu verzichten. Es regnet eigentlich die ganze Zeit, aber von Osten her schaut hin und wieder mal si Sonne durch. Das fuehrt zu Regenbogen, die in den wolkenverhangenen Bergen irgendwie cool aussehen. Wir koennen ein paar tolle Fotos machen an verschiedenen Stellen im Park, die Aussicht ist gar nicht soo mies. Aber wandern haette keinen Spass gemacht.

Am Nachmittag verlassen wri den Park und fahren die 60km bis Puerto Natales. Wir finden einen Campingplatz in der Stadt, wo wir auch mit El Burrito hineinpassen und dann gehen wir lecker Fisch essen nach der Empfehlung aus dem Reisefuehrer. Wenn auch so manche Dinge von den Reisefuehrern nicht mehr aktuell waren, so waren die Restaurantempfehlungen immer sehr gut!


2 thoughts on “Chile&Argentinien, Patagonien: Monte Fitz Roy, Perrito Moreno, Torres del Paine- 11.3.-16.3.”

  1. Joachim Kafemann sagt:

    Hallo Ihr Weltenbummler,
    leider neigt sich Euer Abenteuer nun dem Ende entgegen.
    Ich habe kleine Zeitenänderungen für Eure Rückflüge wie folgt :
    12.4. KL702 Buenos Aires nach Amsterdam nun 15:40 bis 10:00 (13.4.)
    weiter nach Hamburg KL1781 nun 13:10 bis 14:15
    Könnt Ihr den Erhalt dieser Nachricht bitte an meine Büro email bestätigen ?
    Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß auf den letzten Etappen.
    LG von Agent/Joachim Kafemann

  2. Joachim Kafemann sagt:

    Hallo Ihr zwei,
    habe Eure Antwort erhalten, was für ein Gau.
    Also Ihr könnt umbuchen, kostet im gleichen Kontingent 174 Euro pro Person, muss aber spätestens am 11.4. erfolgen. Ich bin bis dahin durchgängig im Büro, kommunizieren wir am besten über Euren Reiseblock oder gibt es eine private email, das wäre vielleicht besser, für einen schnellen Austausch ?
    Es kann durchaus sein, dass zur Umbuchungsgebühr noch eine Tarifaufzahlung hinzu kommt.
    Gebt mir mal eine Idee, wie lange Ihr unter Umständen länger bleiben müsst.
    Aktuell reist Ihr nun aus dem Süden Argentiniens nach Norden Richtung Buenos Aires, richtig?
    Ich bin mit Euch und stehe als weit entfernte Feuerwehr zu Verfügung.
    Lieber Gruß von Joachim

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