Bolivien: Altiplano, Chile: Calama, SanPedro de Atacama 29.1.-3.2. – Unterwegs mit "El Burrito"
 

Bolivien: Altiplano, Chile: Calama, SanPedro de Atacama 29.1.-3.2.

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Endlich wieder Inernet…

Durch das Altiplano nach Chile…

 

29.01.2019 Dienstag/  Reisetag 101, Uyuni-Altiplano

Nachdem wir endlich wieder eine ruhige Nacht verbracht haben, fahren wir heute in Richtung Chile weiter. Da wir die Piste je bereits gestern zum grossen Teil gefahren sind, koennen wir ganz beruhigt auf die Tour gehen. Tanken und ein wenig Luft aus den Reifen lassen, dann sond wir bereit fuer die Pisten des Altplanos. Bei schhoenstem Wetter durchstreifen wir nochmals diese einzigartige Landschaft.

Abseits der Piste finden wir an einem See einen sehr schonen Platz und stellen uns da einfach mal hin. Kurz noch ein paar Fotos gemacht, dann holt uns aber der obligaorische Regen wieder ein!

In der Nacht wachen wir beide wegen Schnappatmung immer mal wieder auf, denn wir sind mal wieder auf 4300m Hoehe. Gluecklicherweise wird es hier auch nachts nicht so garstig kalt!

30.01.2019 Mittwoch/  Reisetag 102, Chile, Calama, San Pedro

Frueh stehen wir auf und ich nutze die Gelegenheit, noch ein paar Fotos bei schoenstem Sonnenschein zu machen. Dann packe ich die Drohne aus und lasse ihr mal freien Lauf, toll!

Als wir wieder auf der Piste sind, dauert es nur noch eine dreiviertel Stunde, bis wir zur Grenze nach Chile kommen. Die Formalitaeten auf der bolivianischen Seite sind in 5 min erledigt, dann dauert es etwas laenger in Chile. Die notwendige Fahrzeugkontrolle geht auch schnell von Statten und nur unser Honig muss uns verlassen. Bei den strengen Bestimmungen fuer die Einfuhr von Lebensmitteln hatten wir mit viel mehr gerechnet… wieder mal Glueck gehabt!

Chile hat ab der Grenze nur noch asphaltierte Strassen, was wir sehr begruessen und daher gehen die naechsten 100km locker vorbei und wir kommen in der naechsten groesseren Stadt Calama an. Einkaufen, was uns fuer die naechsten Tage noch so fehlt und dann geht es weiter nach San Perdo de Atacama. Dort haben wir uns schon einen Campingplatz ausgesucht und sind froh nach langer Reise nun hier fuer eine Weile zu bleiben.

Der Spaziergang in die Stadt muss leider warten, denn es hat wieder angefangen zu regnen, also Schluss fuer heute!

 

31.01.2019 Donnerstag/  Reisetag 103,  San Pedro- Calama- San Pedro

Es regnet immer noch und daher beschliessen wir zunaechst einer Werkstatt einen Besuch abzustatten, denn El Burrito zieht immer nach rechts, die Spur ist wohl verstellt. Der versierte Meister erzaehlt uns, dass er das Ersatzteil leider nicht hat und wir es in einem Laden in Calama -bei Maikl- bekommen wuerden. Die Alternative ist, alles so zu lassen, dann wuerden wir halt immer nach links lenken muessen und der schon sichtbar einseitig abgefahrene Reifen wuerde immer schlimmer abgerieben. Also beschliessen wir kurzerhand, wieder in das ca. 100km entfernte Calama zu fahren und das Teil zu besorgen. Die Sandbleche und den Tritt lassen wir auf dem Cmpingplatz, wir sind ja heute abend wieder da!

In Calama finden wir den Laden von Mikael verschlossen vor. Es wird uns versichert, dass er um 16Uhr aufmacht. Um 16:15 versuchen wir in der Gegend mit vielen Ersatzteillaeden unser Glueck. Keiner hat das Teil, aber wenigstens ist der Laden von Mikael dann doch geoffnet. Massen an Leuten draengeln sich in dem kleinen Laden, das muss wohl ein Geheimtipp sein! Leider haben sie das Teil auch nicht und unsere letzte Chance ist das Teil zu bestellen. Dann sollen wir am Montag wieder hier sein dann koennen wir es abholen!!!

Na dann haben wir ja fuer da Sightseeing in San Pedro genuegend Zeit. Es gibt ja auch viel zu erkunden.

Tanken und wieder Luft in die Reifen lassen erledigen wir noch gleich an der Tankstelle, dann geht es wieder zurueck nach San Pedro. Nach ca. 8km kommt eine Strassensperre, wir glauben eine Kontrolle. Aber weit gefehlt, die Strasse nach San Pedro ist bis morgen mindesten gesprerrt, wegen Ueberflutungen. Die Autos stellen  sich links und rechts neben der Strasse hin und alle fragen die Poizisten was los ist. Wir nicht, wir fragen einige Leute die von vorne zurueckkommen. Dann suchen wir uns auch einen Platz am Rand und stellen uns auf eine Nacht am Strassenrand ein. Da sind wir besser dran als alle anderen um uns herum, die stoisch in ihren Auto ausharren. Derweil kochen wir erst einmal, lesen noch wie immer und gehen schliesslich schlafen. Kurz nach Mitternacht ruttelt uns eine Sirene aus dem Schlaf. Vorschtig oeffne ich eines der Rollos und tatsaechlich setzt sich die Karavane langsam in Bewegung. Bis wir auch wieder startklar sind, sind wir die Letzten, die den Parkplatz verlassen. Muede schleppen wir uns vorsichtig den Weg nach San Pedro zurueck. Unterwegs erkennen wir schwere Raeumfahrzeuge, die Schlamm und Geroell von der Strasse entfernt haben. Dann muss es hier echt heftig geregnet haben, damit soviel Zeug auf der Strasse landet. Aber gegen das, was uns in San Pedro erwartet ist das noch gar nichts! Als wir an der Kreuzung links in die Strasse zu unserem Campinglazt abbiegen wollen, ist diese auch gesperrt und zwar mit einem Erdwall der mindestens 75cm hoch ist. Dann eben geradeaus auf der Hauptstrasse weiter. Da diese auch nicht aphaltiert ist, fahren wir nun durch eine Schlammwueste mit Schlagloechern. 500m weiter ist der Hauptplatz, wo viele Parken, um ins Zentrum zu gehen. Wir suchen uns ein „trockenes“ Plaetzchen und beschliessen so zu uebernachten.

 

01.02.2019 Freitag/  Reisetag 104,  San Pedro- Calama- Calama- Tocopilla

Nachdem es eine lange Nacht war, schlafen wir doch etwas laenger, zumal es erneut regnet und sich draussen keine Anreize bieten. Gerade noch sehen wir einen Deutschen aus Dortmund mit seinem Wohnmobil, dass an eine Gartenlaube erinnert. Er hat uns entdeckt und wir sprechen dann kurz ueber die Gesamtsituation. Er will nur weg von hier und faehrt an die Kusete, da scheint wenigsten die Sonne. Eine gute Idee!

Wir fahren zunaechst bei dem Campingplatz vorbei und wollen unsere Sachen abholen. Schnell wird uns klar, dass sich hier einen Katastophe ereignet haben muss. Dort wo wir standen ist nun knoecheltiefer Matsch, die Toiletten und Duschen ein Stueck weiter sind noch immer ueberflutet. Einige Helfer sind mit Gummistiefeeln und Schaufel unterwegs, um den Matsch aus den kleinen Bungalows zu entfernen. Hilflos sehe ich zu, wie eine der Helferinnen ihre Gummistiefel ausgiesst, das Wasser auf dem Platz ist ihr oben reingelaufen.

Ich entdecke unsere Keile, die wir an eine Mauer gelehnt haben. Vorsichtig pirsche ich mich entlang der Mauer und kann sie retten, ohne in den Matsch abzugleiten. An den Keilen entdecke ich 25cm weit Matschspuren, was bedeutet, dass die Stelle wo die Keile standen mindestens 25cm tief im Wasser versunken war!

Was fuer ein Glueck wir hatten, dass wir gestern hier nicht standen!!!

Die Managerin ist im Ausnahmezustand und versucht alle Gaeste zu evakuieren, waehrend immer noch Taxis kommen, um neue Gaeste zu bringen. Wir stehen auf einer sicheren Anhoehe neben der Rezeption und ueberlegen noch fuer eine Nacht zu bleiben. Als Sie uns dann eroeffnet, dass weder Strom noch Internet funktioniert und weitere Regenfaelle angekuendigt sind, beschliessen wir auch abzureisen. Wir werden gebeten noch 2 Frauen mitzunehmen, die sonst keine Alternative zue Evakuierung haben. Wir sagen, dass wir sie in Calama zum Flughafen bringen koennen.

Den erneuten Weg nach Calama verlaeuft schweigsam, entsetzt koennen wir das Ausmass der Ueberflutung nun im Hellen beobachten. Als wir wieder an dem Parkplatz von gestern vorbeikommen, ist die Strassenspaerre wieder in Kraft, keiner kommmt nach San Pedro. Tja und das ist sonst eine staubige Wuestenstadt!

Nachdem wir die beiden am Flughafen abgesetzt haben, fragt sich was aus uns wird. Die einzige annehmbare Unterkunt mit Internet in der ansonsten haesslichen Stadt Calama hat ein zu kleines Tor, so dass wir mit El Burrito nicht hindurchpassen. Wir beschliessen, auf die gute Idee mit der Kueste zurueckzukommen und fahren weitere 150km gen Westen nach Tocopilla, vorbei an der weltgroessten Kupfermine im Tagebau, dessen Loch fast 1000m in die Tiefe reicht.  In Tocopilla ist der Himmel wolkenlos und wir haben Sommer bis 27 Grad, was fuer ein krasser Untrschied! Wir beziehen ein Hotelzimmer und geniessen den Luxus von WC, Dusche und Internet…

 

02.02.2019 Samstag/  Reisetag 105,  Tocopilla

Ruhetag, ausschlafen, spazieren gehen, Blog schreiben!

03.02.2019 Sonntag/  Reisetag 105,  Tocopilla

Ruhetag, teils gezwungener Massen, denn das Abenessen von gestern war wohl nicht soo gut!


3 thoughts on “Bolivien: Altiplano, Chile: Calama, SanPedro de Atacama 29.1.-3.2.”

  1. Birgit sagt:

    Hallo Susanne und Christian,
    Wir starten nächstes Jahr unser Jahr in Südamerika und sind aktuell auf Autosuche, insbesondere Benziner oder Diesel. Uns würden Eure Erfahrungen mit Diesel, DPF und große Höhen in Bolivien interessieren. Würden uns freuen, wenn Ihr uns dazu kontaktieren würdet. Liebe Grüße Birgit

    1. Chrisadmin sagt:

      Hallo Birgit,
      Wir fahren Diesel aus 2014, als Eu5 Und haben den DPF ausbauen lassen. Damit sind wir wochenlang ohne Probleme in Ziehen von 3500-4500 unterwegs gewesen, punktuell sogar über 5000m.
      Übrigens kommen grössere Höhen auch in Ecuador, Peru, Chile und Argentinien vor, aber sicher ist das Altiplano schon besonders…
      Gruss
      Christian

  2. Birgit sagt:

    Danke für die Rückmeldung. Wir schauen gerade nach T4 Syncros. Bin gespannt, für was wir uns letztendlich entscheiden. Ich wünsch‘ Euch noch eine tolle Reise und wir werden öfters mal bei Euch vorbeischauen 😉
    Grüße Birgit

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