Ab jetzt beginnt die eigentliche geführte Tour und wir alle sind sehr gespannt, was auf uns zukommt:
Mittwoch 25.03.2025: Marrakesch
Um 10 Uhr holt uns ein Sammeltaxi ab und wir fahren ins Zentrum von Marrakesch. Einige waren schon einmal hier und wollen nicht die typischen Touri-Pfade begehen, andere hatten schon sehr konkrete Routen geplant, von daher war dann nur noch eine kleine Truppe übrig und wir lassen uns zunächst ein wenig treiben und starten am zentralen Platz (Jemaa el fina) und schlagen uns dann in die Gassen rund um den Platz (Souks). Das Angebot von Waren aller Art insbesondere Gewürze, Lederwaren, Schuhe (Schlappen), traditionelle Kleidung und Porzellan und Eisenwaren ist unübersichtlich und in vollgestopften Läden ausgestellt. Wir schlendern durch die Gassen und machen etliche Fotos und schon sind die ersten zwei Stunden um. Da wir auch ein wenig Kultur ansehen wollen, landen wir im Palast „Bahia“, welcher vor hunderten von Jahren bereits der „schönsten Frau eines Sultans gewidmet war. Viele Gebäude sind noch erhalten, andere werden gerade restauriert. Es gibt neben Laubengängen auch Wohnräume und großzügige Badebereiche zu bestaunen. Es ist warm und wir sind bereits vom Pflastertreten etwas gezeichnet, also beschießen wir eine Rast einzulegen und finden in einer Seitengasse ein Restaurant, was eine Dachterrasse im 3 Stock im Schatten hat. Über den Dächern der Souks nehmen wir ein leichtes Mittagessen ein und entspannen ein wenig.
Wieder spontan beschießen wir, noch die alte Koranschule zu besuchen, die eigentlich nicht weit weg ist, aber durch das Gewusel der Souks dauert es doch ein wenig. Die vollständig restaurierte Koranschule, die hunderte Jahre im Betrieb war rund erst in den 60er Jahren aufgegeben wird, stellt sich als Juwel von keramischen Mosaiken, wunderbar bearbeiteten weißen Granitverzierungen und alten Holztüren und Verkleidungen heraus. Wieder „fußwund“ muss erst mal eine Kaffeepause her. Für uns ist hier mit 26 Grad schon Sommer, hingegen die Marokkaner kleiden sich noch winterlich!
Gegen 18 Uhr sind wir alle auf dem Jemma el fina zum Abendessen. Das muss man einmal erlebt haben auf diesem riesigen Platz mit den vielen mobilen Garküchen einmal etwas zu essen. Unser Fazit ist etwas gemischt, nicht weil die Speisen uns nicht geschmeckt hätten, sondern eher dass die Betreiber uns alle möglichen Dinge serviert haben (Oliven, Brot, gegrilltes Gemüse) was niemand bestellt hat, was aber hinterher dann kräftig abkassiert wurde…willkommen in Afrika!
Schon im Taxi auf der Rückfahrt zieht ein Gewitter mit heftigem Wetterleuchten auf, was sich dann auch mit Regen über uns ergießt, sobald wir wieder auf dem Campingplatz angekommen sind. Wir verschieben das Briefing für morgen auf morgen früh…wo es weiter in Richtung Altas geht!










Donnerstag 26.03.2026
Der Wecker klingelt bereits um 7 Uhr, da noch viel zu erledigen ist, bevor das Briefing um 8:45 beginnt und wir dann ja gegen 9Uhr loswollen. Leider war die Nacht nicht so erholsam, da uns der Muezzin schon sehr früh geweckt hat.
Aber die warme Dusche am morgen tut gut und nach dem Briefing verlässt jeder wenn er fertig ist den Campingplatz und wir fahren in die Berge. Zunächst geht es noch sachte bergan, aber dann werden die Steigungen schon mehr und wir fahren recht langsam in den hohen Atlas. Es hat sich so ergeben, dass wir dann doch mit 2 Fahrzeugen gemeinsam fahren und auf halber Strecke am höchsten Punkt an einem Parkplatz zum Kaffee mit allen anderen wieder zusammentreffen. Der Kaffee aus dem Kofferraum eines PKW ist erstaunlich gut und nach einer ausgedehnten Pause fährt jeder wieder los, wann er möchte. Alle haben die Koordinaten vom Zielort und so kann jeder sein Tempo fahren. Auch an diesem Abschnitt fahren wir am Ende in einer 3er Kolone, das macht auch Spass und ist sehr entspannt.
Wir passieren Täler mit ärmlichen Behausungen, es wird deutlich steiniger und karger, als noch auf der Nordseite des Atlas. Wenn im Tal ein kleiner Fluß fliesst, ist im Umfeld alles grün und auch teilweise bewirtschaftet. Die eigentliche geplante Strecke konnten wir nicht nehmen, da durch die starken Regenfälle eben hier oben auch die Schneefallgrenze sehr nahe gekommen wäre. Aber auch so fahren wir einspurige Asphaltpisten und müssen immer wieder auf den Randstreifen ausweichen, bis wir die Entgegenkommer vorbeigelassen haben.
In Ait Benhaddou besichtigen wir nach de Ankunft auf dem Campingplatz noch den Hausberg, was eine alte Burg auf einem Berghügel ist. Es wird als Filmkulisse genutzt und bietet in alle Richtungen einen tollen Blick in die umliegenden Täler.
Nach dem leckeren Abendessen am Campingplatz gibt es noch einige Hinweise vom Guide für den morgigen Tag und auch Hinweise für das Fahren auf Pisten und im Sand. Wir sind sehr gespannt!









Feitag 27.03 2026
als erster Tagesordnungspunkt kommt das Einkaufen in Quarzazate, denn die nächsten Tage werden wir im „outback“ ohne Einkaufsmöglichkeit verbringen. Also wird auch etwas zum Grillen und Biernachschub eingekauft. Alkoholische Getränke gibt es nur einem „Extraladen“ und muss gesondert bezahlt werden.
Danach geht es in die Berge und an einem kleinen Parkplatz ist mal wieder Kaffeestopp und nach und nach trudeln die Teilnehmer am Parkplatz ein. Ausserdem kaufen wir vom fliegenden Kaffeauto auch noch Nüsse und Datteln. Weiter geht es zu Cascade de TIZgui, ein kleiner Wasserfall, der durch die starken Regenfälle etwas stärker ausgeprägt ist. um auf die obere Stufe zu gelangen, müssen wir die Schuhe ausziehen und durch den Bach waten, das ist mal lustig, wie wir alle über die Steine eiern. Hier verbringen wir dann auch eine Mittagspause bevor es dann in Richtung Foum Zguit weitergeht.
Uli unser Guide fährt vor und legt einen heißen Reifen auf die Straße, so dass einige LKW nur mühsam folgen können. Leider beginnt es zu regnen als wir auf dem Campingplatz ankommen. Jeder findet seinen Platz und wir treffen uns im „Aufenthaltszelt“ nahe der Rezeption. Uli hat organisiert, dass wir vom Chef des Campingplatzes auch Abendessen bekommen und wir geben die Bestellungen auf…das war so gegen 18Uhr. Wir denken uns nichts dabei und überbrücken die Wartezeit mit dem ersten Feierabendbier. Die Zeit vergeht, vom Essen keine Spur! Aber wir haben gute Laune und gleichen das fehlende Essen durch mehr Alkohol aus. Dieter schmeißt ne Runde Gin Tonic. Dann irgendwann gibt es noch mehr Wein und Bier und wir haben schon recht hübsch einen sitzen, ohne dass auch nur Ansatzweise etwas vom Campingplatz Chef zu sehen ist. Die Stimmung ist gut, nur der Hunger wächst nun wirklich stetig, dann holt Susi ein Baguette und ein wenig Schinken und die Runde vertilgt das in wenigen Sekunden!
Wir hatten die Hoffnung schon echst aufgegeben und uns damit abgefunden, dass wir nichts mehr bekommen, da taucht der Chef wieder auf und wir bekommen gegen 22 Uhr unser Abendessen. Erstaunlicherweise war das superlecker, wer weiss ob das der Hunger war?
Nach dem Essen: Absacker!!
Es gab viel Zeit für interessante Gespräche, solange bis einige Leutchen am Tisch eingeschlafen sind.





Samstag 28.03.2024
Bei bestem Wetter brechen wir im Konvoi auf in Richtung Erg Chegaga (ein großes Sanddünengebiet im Süden). Nach einigen Kilometer biegen wir leinks ab und ab jetzt fahren wir nur noch Pisten. Dazu läßt uns Uli zunächst mit Strassenlufdruck ein paar Kilometer fahren, was keine Freude macht, denn selbst kleine Unebenheiten schlagen durch und wir hoppeln über die Piste und Elfriede schüttelt sich. Dann also Boxenstopp und weiter mit reduzierten „Pistendruck“ und das geht dann erstaunlich „geschmeidig“.
Jetzt ist doch mal die Gelegenheit, um die Truppe kurz vorzustellen:
Edith und Uli: unsere Tourguides aus dem Süden mit Ihrem „Sternchen“ ein LKW mit einem BW Shelter, natürlich selbst ausgebaut.
Klaus und Sonja: aus Karlsruhe mit Ihrem EXcap LKW von Krug mit einer selbst ausgebauten Kabine
Heidi und Michael: aus Gießen mit ihrem „Honey Badger“ ein luftgekühlter Magirus LKW mit selbst ausgebauter Kabine
Heike und Ernst: aus dem Taunus mit ihrem Oman (Ford mit Pickup Kabine) und natürlich Oskar dem Australian Shepard, der uns sofort als Herde versteht!
Dany und Dieter: aus Essen mit Ihrem Bimobil Iveco Daily
Gwendoline und Thomas: aus Deggendorf mit Ihrem „Xaver“ eine ehemalige Feuerwehr mit oranger Kabine
Susi und Christian: Aus Hamburg mit Ihrer „ElFriede“ dem selbst ausgebauten Iveco Daily
Die Pistenanforderungen steigen an, nicht zuletzt, weil Uli uns auch zu Übungszwecken mal einen steilen Absatz hochjagt. Wir lernen nicht nur mit der Untersetzung umzugehen, sondern auch den Gebrauch der Sperren, insbesondere um weiche Pistenabschnitte zu meistern.
Es bleibt nicht aus, dass wir uns das erste mal richtig festfahren und Uli springt ein und zieht das Womo aus dem weichen Sand. Bei dieser Rettungsaktion treffen wir auf eine Gruppe Engländer, die behaupten, es geht hier nicht weiter…
Wir inspizieren die Situation genau und es handelt sich um eine kleine Flußquerung, die eigentlich recht unspektakulär aussieht, aber die Zufahrt ist sehr schlammig und der Untergrund in den Uferbereichen ist sehr weich. Wir suchen noch flussaufwärts nach einer besseren Stelle, die gab es aber nicht. Die Engländer wollten einige Kilometer flussaufwärts eine andere Querung finden, was für uns auch eine Option wäre. Man kann aber auch mit Sandblechen die weichen Stellen überbrücken und es an dieser ersten Stell probieren. Nach reiflicher Überlegung eschließen wir, eine Wasserstelle vor dem Fluss einfach zu bleiben und morgen zu schauen wie sich das alles entwickelt.
Schnell sind die Stühle draussen und das Feierabendbier in der Hand. Uli holt sein 3 Bein Grill, wir machen dafür erst einmal Feuer von mitgebrachten Holzscheiten. Die Sonne geht unter und jeder hat eine LED Lichterkette dabei und so dekorieren wir unsere Wagenburg mit ein paar Lichtern. Das Grillen beschäftigt uns noch einige Zeit und wir verbringen den ersten in freier Wildbahn Abend am Feuer mit Blick auf den Sternenhimmel.








Sonntag 29.03.2026
Wir sehen von unserem Schlafplatz aus die Engländer von gestern in ca. 500m Entfernung an einer anderen Stelle den Fluß überqueren und Uli beschließt, sich das mal anzusehen. Über Funk meldet er uns, dass diese Stelle noch schlechter ist, als unsere und wir wollen es heute bei uns am Uferprobieren. Wir fahren zum Ufer über ein paar Umwege, um die schlammige Zufahrt zu vermeiden, das schaffen schon mal alle, obwohl das quer durch die Dünen ist. Wo gestern noch Wasser floß, ist heute nichts mehr zu sehen. es bleicht das Flussbett, was meist stabil aussieht, aber an einigen stellen immer noch etwas weich erscheint. Also Schaufeln wir Sand mit Steinen vom Ufer und von einer mittig gelegenen Sandbank auf die Fahrstrecke. Ernst mit seinem Oman ist der leichteste von uns allen und hat die Ehre, die Überfahrt zu testen. Beherzt quert er den Fluss problemlos und wir alle können folgen. Damit dachten wir, dass wir den schwersten Teil des Tages bereits erledigt hatten, was sich aber als Trugschluss erweist. Die ganze Ebene, die sonst knochentrocken ist, ist übersäht mit kleinen Flussläufen, die zwar keine Wasser führen aber der Untergrund ist so weich, dass wir reihenweise stecken bleichen. Uli muss ständig auch neue Tracks weiter nördlich finden, da die ursprünglichen Routen nicht zu befahren sind.
Zu allem Übel haben wir einen Kabelbrand direkt an der Fahrzeugbatterie und alle müssen warten, bis wir das Kabel einmal inspziert nd neu Isoliert haben. Kontakte wurden gereinigt und neue Unterlegscheiben sorgen nun für besseren Kontakt. In der Folge prüfe ich alle paar km das Kabel, aber es ist unauffällig. Der B2B Lader hängt an dieser Leitung und zieht wohl soviel Strom, dass die Leitung warm wird, aber die Sicherung 10 cm weiter ist noch intakt…
Auch eine Baum stellt für die höheren Fahrzeuge ein Problem dar und letztendlich muss ein Ast weichen, bis wir nur mit ein paar Kratzern dann durch sind. Es wird langsam dunkel und Uli hat unseren geplanten Übernachtungsplatz in den Dünen der Erg Chegaga nicht erreichen können und wir bilden einfach auf einer großen Ebene eine Wagenburg und bleiben dort über Nacht. Schnell werden die Stühle rausgeholt und das „Feierabendbier“ verhaftet, dabei entsteht die Idee gemeinsam zu Kochen und nicht viel später stehen mehrere Töpfe mit Nudeln und eine Pfanne mit Sauce „aus allem“ auf dem Tisch und wir sind trotz des anstrengenden Tages gut gelaunt.











Montag 30.3.2026
Mitten in der Nacht werden wir von einem plötzlich aufkommenden heftigen Wind geweckt, der uns kräftig durchschüttelt und ich überlege, ob ich das Fahrzeug mit der Front in den Wind stellen soll, habe aber keine Lust aufzustehen.
Mühsam fällt das Aufstehen dann aus, denn wir wollen ja um 9 Uhr weiter. Die gestern noch bis zum Horizont sich ersteckende Ebene ist jetzt diesig und der Sand peitscht über die glatte Fläche und hat sich in all unseren Sachen verfangen.
Es geht weiter und wir erreichen sehr bald ein Dünen gebiet, in dem wir den ersten Kontakt mit Sandfahrten haben. Trotz der Erklärungen von Uli, fahren wir uns reihenweise fest und z.T dauert die Bergung etwas länger, incl. Elfriede, die ich fett festgefahren habe. Aber so über wir den Umgang mit Sandblechen und unsren Schaufeln.
Kurz danach muss ich anhalten, weil das Kabel vom B2B Lader wieder glüht und die Isolierung schmitzt. Thomas hilf mir den B2B Lader in der Kabine stromlos zu bekommen, dann kann es weitergehen.
Mit etwas Verspätung nehmen wir dann den Track Richtung Zagora unter die Räder. Es rumpelt und hoppelt in der Steinwüste und wir kommen nur langsam voran. Wieder muss Uli neue Wege finden, da der geplante Track aufgrund von weichen Stellen nicht befahrbar ist und auch wieder zu Bergungsaktionen führt. So geht der Tag dahin u wir erreichen völlig verdreckt die Straße erst 1 Stunde vor Sonnenuntergang. Jetzt pumpen wir die Räder noch auf Straßendruck wieder auf und fahren die letzten 80km nach Zagora. Wir werden schon erwartet und fahren im Dunkeln in unsere reservierten Parzellen, völlig k.O. von 12h im Fahrzeug.



Dienstag 31.03.2026
Ruhetag in Zagora! einmal durchatmen für alle. In Zagora gibt es eine Werkstatt, die Uli eh besuchen will, da seine Winde für den Heckträger nicht mehr funktioniert. Ich baue das beschädigte Kabel aus und schließe mich Uli an und wir fahren mit 4 Fahrzeugen zur Werkstatt, im besten Fall nur zur Autowäsche. Ein buntes Treiben erwartet uns an der Werkstatt, es wuseln etliche Arbeiter und Kunden dort herum und unsere Autos werden auf der Straße erst einmal gewaschen. Abdul der Chef der Werkstatt ist sich sicher, jedes Problem zu Lösen, und nimmt mir das Kabel ab und baut ein neues. Aber der Kupfer Kabelschuh muss verlötet werden, was er wohl nicht selbst kann, also fährt er mit dem Motorrad kurzerhand in die Stadt. In der Zwischenzeit werden die Probleme der anderen in Angriff genommen. Es zieht sich und ich bin wenigstens noch am frühen Nachmittag wieder am Campingplatz. Wir fahren mit Dieter nochmal in die Stadt und machen einen kleinen Stadtrundgang, bis wir dann zum Essen um 19Uhr wieder am Campingplatz sein müssen. Es wird ein ausgelassener Abend, bis auf die Ankündigung, dass Sonja und Klaus unsere Gruppe und damit die Reise verlassen werden. Sie haben festgestellt, dass Gruppenreisen wohl doch nichts für sie ist. Mit den Beiden Absagen kurz vor der Reise sind das jetzt schon 3 Pärchen weniger, als ursprünglich angemeldet…








Mittwoch 01.04.2026
Es geht wieder um 9 Uhr los, jeder sollte sich vorher mit Wasser und Diesel versorgt haben, mal wieder brauchen wir ein wenig länger, bis alle am Start sind. Die ersten 55 km fahren wir noch Straße, dann biegen wir auf eine Piste ab und erst mal wird Luft abgelassen, um das Holpern nicht zu stark werden zu lassen. Schnell kontrolliere ich noch das neue Kabel, was zwar „handwarm“ geworden ist, aber nicht heiß, also kein Vergleich zu vorher. Ich bin erleichtert!
Wir fahren zunächst auf sehr glatter Piste, was sich im Verlauf aber ändert. Die Landschaft ändert sich ständig, mal sind wir auf einer Steinwüste unterwegs, dann wieder mit Felsen links und rechts, wir sehen viele Dromedare neben der Piste. In einem Flussbett an einem Großen Felsen machen wir Mittagspause und genießen bei bestem Wetter die Aussicht von da oben.
Weiter geht es auf verschieden guten Pisten, zu keiner Zeit bleibt jemand stecken, also mal ein entspannter Fahrtag.
Am Nachmittag wollen wir eine Kaffeepause einlegen und halten in einem Dorf: Uli schnackt sofort mit einem Einheimischen, der uns alle dann zu einem Camp führt und wir sind wahrlich überrascht, was sie dort auf die Beine gestellt haben, wenn man das triste Äußere der Dorfarchitektur bedenkt. Wir werden freundlich empfangen und mit Tee und Keksen bewirtet, alles als Willkommensgruß. Dann bekommen wir unseren Kaffee, alles zu einem Spottpreis, so kann Marokko eben auch sein!
Wir beschließen noch ein Stündchen zu fahren, bevor wir campen. Schließlich landen wir auf einer großen Ebene und Uli führt uns in die Nähe eines Felsens mit Sanddüne, an dessen Fuß wir unsere Wagenburg bauen. Erst mal genehmigen wir uns ein „Feierabendbier“, bevor dann fast alle aufbrechen, um die Düne (oder den Berg) zu erobern. Sand bergauf zu laufen ist erstaunlich anstrengend, so brauchen wir auch eine Weile bis oben. Oskar sorgt von Anfang an dafür, dass die „Herde“ zusammenbleibt und sprintet die ganze Zeit umher.
Wir machen einige tolle Fotos/Videos von dort oben in der untergehenden Sonne. Allerdings ist eine frische Brise aufgekommen, die uns den Sand um die Ohren pustet.
Wieder unten wird beschlossen, dass wir Grillen wollen, aber der Wind ist auch in unserer Wagenburg aufgefrischt und wir sammeln Steine für die Feuerstelle und optimieren die Fahrzeugpositionen, so dass wir möglichst viel Windschatten haben.
Ulis Dreibein mit großem Grillrost wird dann später über die Holzkohle gestellt und wir beginnen mit dem Grillen. Alle holen noch, was sie noch haben. Dany hat noch 2 Packungen Würstchen und Ernst und bereitet für uns alle Fleischspieße vor. Nachdem alle Tische zusammengestellt wurden, kommt ein reichhaltiges Buffet zustande, ich bin wirklich begeistert. Ich grille ein wenig und die Mannschaft wird dann doch satt mit allem was so vorbereitet und gespendet wurde. DANKE an alle, so macht campen wirklich Spaß.
Wir quatschen noch ein wenig am Lagerfeuer mit einem Absacker und Uli stimmt uns schon einmal darauf ein, was morgen so passieren wird.
Ich biete an, dass sich alle mit ein paar Sätzen auch in diesem Blog zu Wort melden können, bin sehr gespannt was da so kommt.
Die Idee wird positiv aufgenommen, aber spontan hat keiner einen Text zu vermelden, außer Mimi die spontan sagt: „Klo ausleeren ist lästig“. Ich hoffe doch da kommt noch etwas mehr!











Hier die Eindrücke von Heidi und Micha:
Braucht man ein Wohnmobil mit Allrad?
Ein wunderschönes Land wie MArokko zu bereisen, an Plätzen übernachten, die vielleicht schon Beduinen Karawanen genutzt haben, weites Land, von Erosion gestaltete Felsen- einfach die SChöpfung aus vollen Zügen genießen!
Abenteuer mit vielen sehr netten Menschen bestehen – unterschiedlich, hilfsbereit, humorvoll und herzlich. Es entsteht eine Vertrauensbasis und tief gehenden Gespräche werden geführt.
Zwei Guides, die sich allergrößte Mühe geben, der Gruppe die Schönheit Marokkos zu zeigen – mit Sachverstand, Leidenschaft und Einfühleungsvermögen- Edit und Uli Dolde.
Zurück zur Anfangsfrage- Wir haben den Kauf und Ausbau unseres IVECO Magirus 90-16 noch keine Sekunde in Frage gestellt. Wir erleben Abenteuer, die noch jahrzehntelang im Gedächtnis bleiben werden. Wie privilegiert wir sind, solche Autos zu besitzen und damit Dünen, Schlammpisten, Flussdurchquerungen meistern zu können. Also für uns ein klares JA!
Heidi und Michael Schmidt

